Diourbel



Das Gesicht des Menschen erkennst du bei Licht,

seinen Charakter im Dunkeln

Kurz vor Diourbel

Diourbel

Unser Leben in Diourbel war meistens sehr beschaulich, nie langweilig und sehr lehrreich.

Wir haben uns viel mit uns selbst beschäftigt, Spiele gespielt, und auch oft auf die Rückkehr des Stroms oder des Wasses gewartet. Strom- oder Wasserausfälle waren an der Tagesordnung und wenn die Temperaturen auch nachts oft nicht unter 30°C gefallen sind, war das eine sehr schweißtreibenden Angelegenheit.

Dagmar hatte die Aufgabe auf dem Markt oder den örtlichen Geschäften oder einfach bei den Frauen die Gemüse auf der Strasse verkauften alles zu organisieren, was wir für das tägliche Leben benötigten. Wir können auf jeden Fall sagen, dass es uns an nichts mangelte, denn die Früchte wie Mangos oder Papayas waren ein Gedicht, aber auch Fleisch war so wie es sein muss, keine Massentierhaltung und schnell hochgezüchtetes Vieh. Unsere Verpflegung war sehr abwechslungsreich, aber total anders als in Europa. So gab es wesentlich mehr Hülsenfrüchte, insbesondere Bohnen und auch Kichererbsen.

Die Kinder mussten ihren Unterricht zuhause machen, und Dagmar kümmerte sich um das tägliche Lernen. Fernschule war die beste Möglichkeit, die Kinder zu unterrichten.


In dieser Zeit konnte Alexander im Krankenhaus arbeiten und das Projekt des Regionalkrankenhauses voranbringen. Ein Projekt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, welches im Jahre 1966 begann, und eine über viele Jahre dauernde  Geschichte hatte.

Das Krankenhaus ist nach dem damaligen Bundespräsidenten Lübbke benannt, das Centre Hospitalier Regional Heinrich Lübbke de Diourbel.

Leider hat sich über viele Jahre die Situation des Krankenhauses so sehr verschlechtert, dass die Senegalesische Regierung in den 90 er Jahren eine erneuten Antrag an das Deutsche Entwicklungshilfeministerium gestellthat und das Krankenhaus wurde dann Anfang der 2000 er Jahre komplett rehabilitiert.

Eine Bedingung war der Einsatz von deutschen Fachkräften, und somit wurde auch ein Berater der Pflegedienstleitung gesucht, welches Alexanders Stelle war.

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