Senegal


Die Europäer haben die Uhr, die Afrikaner haben die Zeit


Hier können Sie die Schönheit des Senegals erleben, und sich bei unseren Bildern aus dem schönen Land verzaubern lassen.


Bilder aus dem Senegal

Unser Leben in

Senegal

2005 - 2006

Wir waren zwei Jahre im Senegal, genauer gesagt in Diourbel, einer Stadt ca. 150 km von Dakar der Hauptstadt entfernt. Papa hat fast 2 Jahren einen Job als "Entwicklungshelfer" gemacht. Das sagt man heute aber nicht mehr. Auf Neudeutsch heißt das nun "Mitarbeiter in der Entwicklungszusammenarbeit". Hört sich toll an, ist aber das gleiche wie Entwicklungshelfer. Diesen Job übte er als Berater der Pflegedienstleitung im örtlichen Krankenhaus aus. Eine interessante Erfahrung und äusserst lehrreich. Interessant, weil man Land und Leute näher kennenlernt, lehrreich weil es jeden einzelnen persönlich weitergebracht hat.


Der Rest der Familie lebte in einem Haus nicht weit vom Krankenhaus entfernt. Die Kinder gingen hier nicht zur Schule, da es keine internationalen Etablissements am Ort gibt. Wir wissen ja was Sie denken, und Sie haben ja Recht. Kinder brauchen Schule. Wir haben ja nicht gesagt , daß unsere Kinder nichts gelernt haben. Sie machten Fernschule, mit einem Stundenplan wie es sich gehört, mit Büchern und Heften, Pausen und Hausaufgaben und sogar Klassenarbeiten. Es war ein Vergnügen zu sehen wie die Kinder gut lernten, denn es gab keine durchgeknallten Einzelkinder in der Klasse, die den ganzen Schulbetrieb aufhalten. Sie hatten einfach nur Ruhe beim Lernen. Dies hat sogar dazu geführt, daß die zwei Grossen seit unserer Rückkehr weiter diese Art von Schule bevorzugen.


Ansonsten war das Leben in Diourbel eher trist und wir mussten uns sehr auf uns selbst konzentrieren. Nicht daß das schlimm wäre, bei 7 Personen ist immer etwas los, aber man hat ja auch andere Ansprüche. Kino, Wandern, Sport und vieles mehr. Das ist alles nur eingeschränkt möglich. So war der Spruch "My home is my castle" unser Leitspruch.

Wir haben Spiele gespielt, Feste gefeiert, viele Viedeos angeschaut und uns die Zeit kurzweilig gestaltet. Ansonsten war immer wieder nötig nach Dakar zu fahren um Einkäufe zu erledigen, aber auch etwas anderes zu sehen. Auch kleinere Ausflüge haben den Aufenthalt bereichert. So haben wir St. Louis im Norden des Senegals, Kaolack, die Petite Côte aber auch Touba, die religiöse Hochburg des Landes gesehen.


Auch in Dakar gab es einige Sehenswürdigkeiten, die wir besucht haben, insbesondere die Ile Goree, eine Insel, die Dakar vorgelagert ist und vor 250 Jahren dazu diente, die Sklaven nach Nordamerika zu verschiffen.



Wir hatten eine wunderbare Zeit in Afrika, und würden jederzeit wieder eine Zeit lang in ein afrikanisches Land reisen, um dort zu arbeiten und zu leben.