Frankreich

Unser Leben in

Frankreich

1994 - 2011


Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Originale


Im Jahre 1993 haben wir den Entschluß gefasst, uns ein kleines Häuschen im Elsass, in der 300 Seelengemeinde Heidolsheim  im Departement Bas-Rhin zu bauen, nachdem wir uns einen unserer Meinung nach geeigneten Bauplatz in einem neu angelegten Wohngebiet  ausgesucht hatten. Na ja, neu angelegt heißt   in Frankreich ein paar Stromleitungen und der Wasserranschluss, ansonsten gibt es da nichts.

Die ersten Häuschen standen da schon und  wir freuten uns unheimlich darauf endlich in unser   eigenes Häuschen zu ziehen. Wir haten uns für ein "Maison Phénix" entschieden, ein Fertighaus, wovon es in Frankreich  hunderttausende gibt, sehr preiswert aber auch robust . Ein gemauerter Keller, darauf eine Stahlkonstruktion mit Betonplatten verbunden und ein Dach.

Innen wurde alles in Trockenbauweise gestaltet,  klein aber fein, und von uns noch fertigzustellen. Estrich, Tapeten, Fliesen, aber wir hatten uns entschlossen, in das halbfertige Haus einzuziehen, die ersten Tage noch ohne Strom und Heizung und das Ende Januar.

Schlafen mit mehreren Decken und Gasheizung,  dann endlich die Männer der EDF um den Strom anzuschliessen und  den  Kaminofen  in Betrieb nehmen und es war schon etwas gemütlicher.

Dann haben wir nach und nach unser Häuschen weiter ausgebaut,  den Garten langsam angelegt, die ersten Tomaten  und  den ersten Salat angebaut und uns nach und nach an unser neues Leben in Frankreich gewöhnt.

Zu der Zeit hatten wir noch ein Kind, eigentlich zwei aber unsere kleine Larissa ist 1992 noch in Deutschland gestorben und  Daniel war drei Jahre alt als wir nach Frankreich gingen.

Alexander  ist weiter als Grenzgänger nach Breisach zur Arbeit gegangen, und auch Dagmar hat das gemacht. 1995 kam dann unser  zweites Mädchen Sophie zur Welt.

Das Häuschen  wurde immer fertiger und wir haben unsere Umgebung erkundet, und viele Ausflüge in der Region unternommen.

Hohkoenigsbourg, Colmar, Strasbourg, Basel, Freiburg im Breisgau, die Vogesen oder der Schwarzwald, aber auch Belfort und Besancon gehörten zu unseren Zielen.

1998 kam dann unser drittes Mädchen  Sarah  auf die Welt und das Häuschen  wurde so langsam zu eng , aber wir waren sehr glücklich, wenn auch die Familiengrösse nach deutschen Verhältnissen schon viel zu groß war.

Wir mussten  enger zusammenrücken, aber  es ging noch eine Weile gut, bis 2001 unser viertes Mädchen Alexandra  zu uns kam,   davor, hatten wir ein letztes Zimmer für Sarah und Sophie ausgebaut und die Situation war wieder etwas entspannt.  In diesem Jahr hat Alexander auch seine Arbeit in einem Pflegeheim in Markolsheim aufgenommen, um die Arbeit in Frankreich kennenzulernen.

Die Kinder wurden immer größer, unser Häuschen immer fertiger, und unser Daniel kam  ins College und wir fühlten uns immer heimischer. Französich war unsere zweite Sprache geworden, und schließlich kam 2003 unser Benjamin zur Welt. Eigentlich ist ja der Benjamin der Familie der letzte Spross, aber es sollte anders kommen.

Zuerst kam es jedoch anders, was unseren Aufenthaltsort betraf, wir gingen 2005 für zwei Jahre  in den Senegal .

Nach  den zwei Jahren kamen wir wieder im Dezember im kalten Frankreich an und alles war anders. In was für einer Verschwendung lebten die Menschen in diesem Teil der Welt. Ein  Kulturschock hat uns ereilt, von dem wir uns nur langsam erholt hatten.



Heidolsheim


Heidolsheim ist eine französische Gemeinde mit 481 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass.


Sie gehört zum Arrondissement Sélestat-Erstein, zum Kanton Marckolsheim und ist Mitglied der Communauté de communes Ried de Marckolsheim.



 

Elsass


Das Elsass (in älterer Schreibweise auch Elsaß, elsässisch ’s Elsàss, frz. Alsace [alˈzas]) ist eine Landschaft und Region im Osten Frankreichs. Es erstreckt sich über den westlichen Teil der Oberrheinischen Tiefebene und reicht im Nordwesten mit dem Krummen Elsass bis auf das lothringische Plateau. Im Norden und Osten grenzt das Elsass an Deutschland und im Süden an die Schweiz.


Die französische Verwaltungsregion Elsass (Région Alsace) besteht seit 1973 aus den beiden Départements Bas-Rhin (Niederrhein) und Haut-Rhin (Oberrhein). Mit 8280 km² ist das Elsass die flächenmäßig kleinste Region auf dem französischen Festland und hat 1.852.325 Einwohner (Stand 1. Januar 2011). Hauptstadt der Region ist Straßburg.


Der Name Elsass bezeichnet eine bereits im Frühmittelalter bezeugte landschaftliche und politische Entität. Der Name leitet sich möglicherweise von althochdeutsch ali-saz (Fremdsitz) oder vom Fluss Ill ab und entstand nach der Schlacht bei Zülpich im Jahr 496, als die Franken die Alemannen besiegten und das linke Rheinufer zwischen Basel und der Pfalz zum fränkischen Herzogtum wurde.


Landschaftlich wird das Elsass zumeist als die Gegend zwischen Vogesen und Rhein beschrieben. Die politischen Grenzen, die das Elsass definieren, haben sich dagegen im Verlauf seiner Geschichte mehrfach geändert. Historisch bedeutend sind hier vor allem das Herzogtum Elsass (7. und 8. Jahrhundert), die beiden Landgrafschaften des Elsass (12.–17. Jahrhundert) innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und die erstmals französische Provinz Elsass (17.–18. Jahrhundert). Die gegenwärtigen Grenzen der Region Elsass beruhen auf den Grenzziehungen der französischen Revolutionszeit (Départementgrenzen, Krummes Elsass) und des Frankfurter Friedens 1871 (Belfort wird vom Elsass abgetrennt).


Durch seine Lage an der Grenze des Deutschen Reiches zu Frankreich wechselte das Elsass seit dem 17. Jahrhundert mehrfach seine politische Zugehörigkeit zwischen Frankreich (F) und deutschen Staatsverbänden (D): von (D) 1648/1798 nach (F), 1871 (D), 1918 (F), 1940 (D), 1944/45 (F).