Alexander

Mein Leben in Kürze


Ich wurde als dritter Sohn meiner Mutter Elisabeth und meines Vaters Dieter Decker am 8. Februar 1966 in Teheran/Iran geboren. Mein Vater war als Fernmeldetechniker für den Aufbau des Telefonnetzes im Iran verantwortlich. Er war in mehreren Städten des Irans wie Kerman, Kermanshah, Baboul und letztendlich Teheran, wo ich schließlich das Licht der Welt erblickte.


Nach meiner unbeschwerten Zeit im deutschen Kindergarten, wurde ich dann 1972 in die Grundschule der Deutschen Schule Teheran eingeschult. Während der ersten vier Jahre Lesefibel, kleines und großes Einmaleins, Kunst, Musik, Sachkunde und Sport war ich dann fit für den Wechsel ins Gymnasium derselben Schule. Auch die Zeit außerhalb meines Grundschülerdaseins habe ich viel erlebt, da der Iran ein sehr interessantes Land ist. Ausflüge nach Ghom, die heilige Stadt, die durch die Wüste Lut erreichbar ist, das Elbursgebirge, das alles bietet von einfachen Spaziergängen bis hin zu Skigebieten. Isfahan, Shiraz und Persepolis gehören zu den Stätten die ich mein Leben nicht mehr vergessen werde. Das Kaspische Meer und sein wunderschöne Landschaft und seine unbeschreiblichen Sandstrände, aber auch in Teheran habe ich von der Schönheit des Landes profitiert. Der Golestanpalast, das Staatsmuseum mit dem sagenumwobenen Pfauenthron, Moscheen und viele andere Sehenswürdigkeiten haben mich in diesen vier Jahren geprägt. Am beeindruckendsten waren aber die Freundlichkeit der Perser und der Respekt den sie mir entgegengebracht haben.


Nach diesen elf Jahren sollte sich mein Leben bald total ändern, denn die Auslandstätigkeit meines Vaters sollte sich bald dem Ende neigen. Ich hatte noch ein halbes Jahr in der fünften Klasse des Gymnasiums der Deutschen Schule Teheran, als unser neu gebautes Haus in Deutschland fertiggestellt war und wir den "Heimflug" antraten.


Für mich war dieser Heimflug eigentlich immer gen Teheran, aber diesmal ging er in die andere Richtung und sollte endgültig sein. Mit vielen Tränen und Wehmut musste ich dies annehmen, und so fand ich mich in Horrheim, einem Dorf von 2000 Einwohnern im Landkreis Ludwigsburg wieder, ein Exot der erst mal von allen gemustert wurde und der seinen Platz in dieser neuen Gesellschaft erst noch finden musste.


Die neue Schule hieß nun Friedrich Abel Gymnasium Vaihingen/Enz und die Freizeit bestand aus kleinen Radtouren in einer Region des Weinbaus. Erst im Konfirmandenunterricht kamen dann die ersten aber dann recht dauerhaften Freundschaften, und das Leben in dem immer noch etwas fremden Heimatland wurde etwas erträglicher. Ich konnte mich in eine "Klicke" integrieren und wir haben viel miteinander unternommen und unsere Freizeit gemeinsam verbracht.


In der zehnten Klasse des Gymnasiums kam dann eine neue Wendung in meinem Leben, denn die anstehende Scheidung meiner Eltern veranlassten mich die Schule zu beenden, immerhin bedeutete der Abschluss mit einem Versetzungszeugnis in die elfte Klasse automatisch die mittlere Reife und ich begann eine Ausbildung zum Bäcker bei einer Bäckerei in Vaihingen/Enz. Leider ging dies nur drei Monate lang gut, denn ich habe mich mit meinem Lehrherren nur mäßig gut verstanden, sodass ich die Ausbildung abbrach und nach einer sechsmonatigen Zeit des Nichtstuns habe ich eine Stelle als Büro Bote bei der Firma Standard Elektrik Lorenz AG in Stuttgart/Zuffenhausen angetreten. Die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht und so habe ich fast ein einhalb Jahre dort gearbeitet, immer auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Dies war zu dieser Zeit fast unmöglich, denn es gab zu dieser Zeit nicht ausreichend viele Lehrstellen.


So habe ich mich mehr und mehr für eine Verpflichtung als Soldat auf Zeit bei der Bundeswehr interessiert, denn da konnte man auch Berufsabschlüsse erzielen. So habe ich dann am 01.Oktober 1984 mit der Grundausbildung im Sanitätsdienst der Bundeswehr begonnen, und nach vier Jahren Militärzeit und viel neu gewonnener Erfahrung war ich dann staatlich examinierter Krankenpfleger.


Einige kurze Jobs in verschiedenen Krankenhäusern und auch eine Ausbildung zum Pharmareferenten und die anschließende Tätigkeit im Außendienst haben mir letztendlich zur Erkenntnis verholfen, dass der Beruf des Krankenpflegers meine Bestimmung ist. Seit dem 1.Februar 1991 war ich dann ununterbrochen in diesem Beruf tätig wenn auch mit einigen Wechseln der Arbeitsplätze. Dies ist, ich spreche da für meine Person, notwendig, denn zum einen lernt man bei jeder neuen Fachrichtung dazu, zum anderen ist die Tätigkeit als Krankenpfleger oft eine hohe psychische Belastung, was ja auch durch Statistiken belegt ist. So steigt in den ersten fünf Jahren eine Vielzahl von Pflegekräften aus dem Beruf für immer aus. Meine Lösung dem standzuhalten war also ein Wechsel nach durchschnittlich zwei bis drei Jahren. So hatte ich die Möglichkeit Einblicke in die Chirurgie, die innere Medizin, die Urologie, die Geriatrie und die Sterilisation von Instrumenten zu bekommen. Abgerundet durch viele Fortbildungen in der Pflege und im Management, kann ich inzwischen auf eine große Erfahrung inzwischen seit über 10 Jahren im Pflegemanagement zurückgreifen, die mir auch dabei geholfen haben in Frankreich, im Senegal und auch in Libyen zu arbeiten.

Mit dem Abschluss eines Fernstudiums zum Webmaster konnte ich neue Horizonte erreichen und in die interessante Welt der Informationstechnologien eintauchen.

Seit ich mit meiner Familie wieder in Deutschland bin, war ich zwei Jahre Pflegedienstleitung im Haus am Römerhügel in Ludwigsburg, und von 2013 bis Anfang 2015 Einrichtungsleiter im Markgröninger Sonnenhof, beides Pflegeheime des Arbeiter-Samariter-Bundes. Seit April 2015 bin ich nun Residenzleiter in der Alloheim Senioren-Residenz Anna Maria in Ludwigsburg, ein dunkles Kapitel meiner Laufbahn, das ich glücklicherweise schließen konnte. Nun habe ich eine Stelle als Heimleiter im Johanneshaus in Niefern-Öschelbronn..

An der Hamburger-Fern-Hochschule habe ich von 2010 bis 2015 berufsbegleitend Gesundheits- und  Sozialmanagement studiert und mit einem Bachelor of Arts abgeschlossen.

Privat kann ich mit Stolz von meiner Familie berichten, meiner Frau mit der ich seit 29 Jahren verheiratet bin aber auch meinen drei Töchtern und meinen vier Söhnen, die mir einen Halt und die Kraft für immer neue Experimente geben.


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